04.04 - 11:12

Empfängnis im Frühling und versteckte Gesundheitsrisiken für Babys


 

Amerikanische Wissenschaftler haben ein beunruhigendes Muster entdeckt: Eine Empfängnis im Frühling und Sommer ist mit einem höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden. Eine Analyse von Daten zu Millionen von Geburten in den Vereinigten Staaten ergab, dass Babys, die zwischen April und Juli gezeugt wurden, mit größerer Wahrscheinlichkeit mit Fehlbildungen zur Welt kommen, selbst wenn die Mutter keine typischen Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder ein hohes Alter aufwies.

Die Studie, durchgeführt von Kinderärzten der Indiana University, umfasste den Zeitraum von 1996 bis 2002. Sie zeigte einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Empfängnis und angeborenen Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Klumpfuß und Down-Syndrom. Die Wissenschaftler stellten fest, dass diese Fehlbildungen häufiger bei Babys auftreten, die im Frühling und Frühsommer gezeugt wurden.

Um die Gründe für diesen saisonalen Zusammenhang zu verstehen, zogen die Forscher Umweltdaten heran. Sie fanden heraus, dass die Konzentrationen von Pestiziden und Agrochemikalien wie Atrazin und Nitraten im Trinkwasser von April bis Juli ansteigen. Diese Substanzen gelangen durch intensive landwirtschaftliche Behandlungen in die Wasserversorgung.

Besonders besorgniserregend ist Atrazin, ein in Europa verbotenes, in den USA aber weiterhin verwendetes Pestizid. Es wird mit Fehlbildungen beim Fötus in Verbindung gebracht, obwohl ein ursächlicher Zusammenhang noch nicht eindeutig nachgewiesen ist. Das gleichzeitige Auftreten von Spitzenkonzentrationen von Agrochemikalien im Wasser und einem Anstieg von Geburtsfehlern lässt Wissenschaftler jedoch vermuten, dass diese Substanzen die Gesundheit ungeborener Kinder beeinträchtigen.

Die Autoren betonen, dass es trotz fehlender direkter Beweise bereits jetzt ratsam ist, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören beispielsweise gründliches Filtern von Wasser und der Verzicht auf Schwangerschaften in Zeiten besonders hoher Umweltbelastung.

Die Forscher sind der Ansicht, dass weitere Schritte auf die biochemische Untersuchung der Auswirkungen von Agrochemikalien auf die Embryonalentwicklung abzielen sollten. Nur so lässt sich genau bestimmen, inwieweit saisonale Faktoren und Wasserverschmutzung die Gesundheit zukünftiger Generationen beeinflussen.

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