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Wissenschaftler entwickeln Methode zur Diagnose von Herzerkrankungen anhand von Selfies


 

Wissenschaftler entwickeln Methode zur Diagnose von Herzerkrankungen anhand von Selfies

Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern haben vielversprechende Studien vorgestellt, die darauf hindeuten, dass sich durch die Analyse von Gesichtsbildern oder einfachen Fotos das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen abschätzen lässt. Eine dieser Studien umfasste über 1.000 Patienten aus neun Krankenhäusern in China. Dort erkannte ein Algorithmus, der die Selfies der Patienten analysiert, in etwa 80 % der Fälle korrekt das Vorliegen einer Herzerkrankung.

Im Rahmen der Studie wurden vier Fotos der Patienten aufgenommen (Gesicht, beide Seiten, Draufsicht) und mittels Angiographie Daten zum Zustand der Herzkranzgefäße gewonnen. Anhand der Analyse der Gesichtsbilder „lernt“ der Algorithmus, charakteristische Merkmale zu erkennen, die mit Herz-Kreislauf-Problemen in Verbindung stehen – zum Beispiel Fältchen, Ohrfalten, gelbliche Bildungen in der Nähe der Augenlider (Xanthelasmen) oder einen gräulichen Ring um die Hornhaut.

Es gibt jedoch erhebliche Einschränkungen: Während die Sensitivität des Algorithmus bei etwa 80 % lag, war seine Spezifität – d. h. seine Fähigkeit, das Fehlen der Krankheit korrekt zu identifizieren – deutlich geringer. In dieser Studie betrug die Anzahl der falsch positiven Ergebnisse (wenn der Algorithmus ein Risiko anzeigte, obwohl keines vorlag) bis zu 50 %.

Die Gründe für diesen Ansatz sind nachvollziehbar: Die Analyse von Gesichtern oder Fotos ist eine kostengünstige, schnelle und zugängliche Methode zur Voruntersuchung. Wie die Forscher anmerken, könnte dies potenziell Risikopersonen ermöglichen, selbst Screenings durchzuführen und diejenigen zu identifizieren, die einer weiteren medizinischen Untersuchung bedürfen.

Die Technologie ist jedoch noch nicht bereit, eine vollwertige medizinische Untersuchung zu ersetzen. Die Forscher betonen, dass der Algorithmus ein Hilfsmittel und kein definitives Diagnoseinstrument ist – insbesondere aufgrund des Risikos falsch positiver Ergebnisse und der möglichen ethischen und rechtlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Verwendung von Gesichtsfotos.

Auch wenn die Idee, Herzerkrankungen anhand von Selfies zu diagnostizieren, wie Science-Fiction klingt, basiert sie bereits auf realer Forschung. Die Umsetzung in der medizinischen Massenpraxis ist jedoch noch weit entfernt. Wichtig zu bedenken: Kein Foto ersetzt eine ärztliche Untersuchung, ein EKG, einen Herzultraschall oder andere klinische Untersuchungen.

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